Mirage 2000

Es begann Mitte der 90er Jahre wo die Impeller-Modelle die Jet Szene dominierten. Bei den Nitro-Days In Punitz, der alljährliche internationale Treffpunkt für Jetmodelle, begann ich Geschmack an solchen Modellen zu finden. Die Geschwindigkeit, die Technik und die Präzision beim Bau war eine neue Herausforderung. 

Mirage 2000 Tarnlackierung
Ein aus Deutschland stammender Jetflieger bot einen relativ günstigen Baukasten einer Mirage 2000 an den ich nach längerem Überlegen dann auch kaufte. Na ja Baukasten ist wohl etwas übertrieben, Rumpf, Seitenleitwerk und Tragflächen das war alles. Die Teile waren alle aus GFK, leider viel zu schwer und die Lagenorientierung der Gewebe war nicht gerade günstig gewählt. Egal, mein Hintergedanke beim Kauf war dieses Modell abzuformen und dafür war er gut genug. Mirage 2000 Tarnlackierung
So entstand nach monatelanger Arbeit ein Urmodell aus einem Guss, mir ist immer noch schleierhaft warum man ein Modell mit 96cm Spannweite mit abnehmbaren Seitenleitwerk und Tragflächen bauen sollte da die nur überflüssiges Gewicht mit sich ziehen. Mirage 2000 Tarnlackierung
Natürlich brauchte man auch eine geeignete Motorisierung für dieses Modell. Da zu diesem Zeitpunkt der Angstrem Motor in Kombination  mit Ramtec Impeller das non plus ultra war entschied ich mich auch dafür.

Hier sieht man das Urmodell, das 3-teilig abgeformt wurde, in der Trennebene.

Die fertige 3-teilige Negativform.
In Sandwichbauweise mittels Aramidwaben als Stützstoff wurde der erste Prototyp abgeformt.
Alle Einbauteile und auch die Radkästen für das Einziehfahrwerk wurden vor dem Zusammenfügen der Formhälften eingebaut was die Arbeiten wesentlich vereinfachte.
Der Motorträger wurde aus AFK/CFK Mischbauweise hergestellt, immerhin muss er die Kraft eines 15ccm Motors mit 4,5kg Schub bei 22500 U/Min. aufnehmen.
Der fertige Prototyp.
Unteransicht, große Serviceöffnung, Fahrwerksschächte und die bereits eingebauten Servos.
Die Fahrwerke wurden in Eigenbau erstellt, die Federbeine sind aus CFK und die Felgen mit integrierten Bremsen aus Alu.
Links und rechts am Foto sind die Impeller-Verkleidungen aus CFK, in der Mitte die Negativform des Kabinenhaubenrahmens zu sehen.
Die Triebwerkseinheit von hinten.
Die Lufteinläufe aus CFK.
Die Negativformen der Querruder und des Seitenruders.
Mann kann sich Vorstellen das dieses Projekt fast 2 Jahre in Anspruch nahm bevor der erste Prototyp fertig war. LEIDER explodierte der Motor unmittelbar vor dem Erstflug. Zu dieser Zeit waren Impeller nicht mehr die bevorzugte Antriebseinheit von Jetmodellen sondern Turbinen und da ich mir die bis heute noch zu teuer sind wurde dieses Projekt bis dato eingestellt. SCHADE ! Aber Erfahrungen konnte ich sehr viele sammeln auf die ich bis heute noch zurückgreife.

copyright 2008 Wolfgang Fuerhauser