Formenbau

Hier möchte ich ihnen einen kurzen Einblick anhand eines Seitenruders geben, wie eine Negativform entsteht.

Auf diesem Foto in hellblau ist das Urmodell zu sehen das bereits mit Grundierwachs und Folientrennmittel auf der Trennebene (Spanplatte) mittig eingelegt ist.

Die Ränder von der Trennebene zum Urmodell wurden mittels Modelliermasse sauber verschlossen. Diese werden später die Kanten der Negativform.

Nun werden die Formverschraubungen und Passdübel mit einem Tropfen Sekundenkleber auf die Trennebene geklebt.
Mittels schwarz eingefärbten Formenharz wird alles sauber ohne Lufteinschlüsse mit einem Pinsel eingestrichen und anschließend mit 3mm Glasfaserschnitzel bestreut.
Am nächsten Tag wird eine Kupplungsschicht satt aufgebracht die aus Harz, Glasfaserschnitzel und Baumwollflocken besteht.
Nach 2 Stunden Angelierzeit werden 13 Lagen symmetrisch auflaminiert. Das bedeutet man beginnt mit dem dünnsten Laminat, in der Mitte befindet sich das Dickste und wieder bis zum Dünnsten, dies verhindert einen Verzug der Form.
Zum Schluss wird nochmals schwarzes Formenharz aufgetragen um ein UV Beständigkeit zu erreichen.
Nach 24 Stunden Trocknungszeit kann die Trennebene entfernt werden und man beginnt wieder mit dem Auftrag von Grundierwachs und Folientrennmittel.
Aufkleben der Formverschraubungen und Passdübel.

Auftrag des Formenharzes, der Kupplungsschicht und Laminate danach nochmals Formenharz.

Nach der Aushärtezeit können die Formen getrennt und das Urmodel entfernt werden.

 

DIE ABFORMUNG

So entsteht ein Seitenruder:

1.Tag: Behandeln der Form mit Grundierwachs und Folientrennmittel.

Entweder Lackieren oder Auftrag eines weiß eingefärbten Harzes, laminieren der Lagen und Verstärkungsgewebe.

2.Tag: Einbringen eventueller Verstärkungen wie in diesem Beispiel sind es 3 Spanten für die Aufnahme der Hohlkehlen und ein Streifen AFK Roving.
Formhälften zusammenkleben, fertig.

 

ALLE NEGATIVFORMEN DER EXTRA-260

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copyright 2008 Wolfgang Fuerhauser